Ernährung und Gesundheit beim Hund

Was tun bei Giftköder-Verdacht

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Leider kommt es viel zu oft vor, dass Giftköder von Hundehassern ausgelegt werden. Diese können fatale Folgen haben und im schlimmsten Fall zum Tod des vergifteten Hundes führen. Experten vom Verein Pfotenhilfe geben Tipps, wie man vorbeugen kann und was zu tun ist, falls bei Ihrem Hund der Verdacht auf Giftköder besteht.

Maulkorb schützt bei Giftköderwarnung

Wenn bereits eine Giftköderwarung aufrecht ist, ist es am besten, wenn der Hund im betroffenen Gebiet nur mit dem Beißkorb unterwegs ist. Die meisten Hunde empfinden diesen aber als unangenehm. Daher ist es ratsam, den Hund von klein auf spielerisch an den Maulkorb zu gewöhnen. Auf keinen Fall sollte man einem Welpen den Maulkorb ganz unvermittelt über die Schnauze stülpen, sonst wird der Hund traumatisiert und könnte mit Panik und Angst auf den Maulkorb reagieren.

Hunde beim Spaziergang gut beobachten

Bei Spaziergängen ist es wichtig, den Hund nie aus den Augen zu lassen und ihn gut zu beobachten. Normalerweise bemerkt ein Hundehalter relativ schnell, wenn ihr Vierbeiner etwas Außergewöhnliches aufgespürt hat. "Dann muss man äußerst aufmerksam sein, denn auch Essbares wie Knochen, Exkremente oder Verdorbenes können für den Hund sehr gefährlich werden", erklärt Sonja Weinand, Sprecherin des Verein Pfotenhilfe.

Nichts Unbekanntes aufnehmen

Idealerweise sollten Hunde grundsätzlich nichts Unbekanntes vom Boden aufnehmen und fressen. Meistens ist es aber praktisch unmöglich, Hunden abzugewöhnen oder zu verbieten, Essensreste und andere interessante Dinge mit dem Maul zu bearbeiten. Oft bewirkt man mit dem Verbieten nur, dass das gefundene Objekt der Begierde nur noch interessanter ist und gar nicht mehr ausgespuckt wird. Im Falle eines Giftköders kann dieses Verhalten aber tödliche Folgen haben.

Daher sollte man auch hier möglichst früh bei der Erziehung ansetzen. Am Einfachsten ist es, dem Hund das "Tauschen" beizubringen. "Lernen Hunde, die gefundene "Beute" mit einem anderen, vielleicht sogar aus Hundesicht besseren Objekt zu tauschen, so verringert das die Gefahr, dass sie einen Giftköder fressen," so Sonja Weinand. Auch diese Lernmethode erfordert einige Vorarbeit, die jedoch das Leben des Hundes retten kann.

Anzeichen für eine Vergiftung

Wenn Sie bei Ihrem Hund plötzlich auftretende Krämpfe, Atemnot und Erbrechen feststellen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Vergiftung handelt. Dann sollten Sie so schnell wie möglich den nächsten Tierarzt aufsuchen oder die mobile Tierrettung verständigen.

Versuchen Sie nicht, das Tier selbst zu behandeln. Meist geht dadurch nur wertvolle Zeit verloren und der Zustand verschlimmert sich. Nehmen Sie auch die Überreste des Giftköders zum Tierarzt mit, damit dieser zielgerichtet behandeln kann. Zudem sollte auch umgehend die Polizei verständigt werden, denn das Auslegen von Giftködern ist eine Straftat.

Weitere Informationen mit Giftwarnkarte: http://www.giftwarnung.info/
Tierärztlicher Notdienst in Österreich: + 43 1 53 116
Tierrettung des Wiener Tierschutzvereines  +43 1  699 24 80

Quelle: Verein PFOTENHILFE

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