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So wird das „Gassi gehen“ zum Vergnügen

10.11.2011

Wien (OTS)

Welpen an die Leine gewöhnen‚ © Foto: schemmi / PIXELIO
Welpen an die Leine gewöhnen‚ © Foto: schemmi / PIXELIO

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Ob groß, klein, jung oder alt - jeder Hundebesitzer wünscht sich einen Hund, der brav an der Leine geht. Zu oft beobachtet man Menschen, die offensichtlich überfordert und daher genervt wirken, wenn sie von ihrem Vierbeiner durchs Einkaufszentrum oder den Freizeitpark geschliffen werden. Dies geht aber auch anders: Der Verein PFOTENHILFE gibt gute Tipps, wie Sie Ihren Hund dazu erziehen können, locker an der Leine zu gehen.

Natürlich ist es auch für Ihren Hund kein Vergnügen, dauernd am Halsband gezogen zu werden. Dies kann sogar zu Schäden der Atmung und des Rückens führen. Leider bedeutet es aber einiges an Arbeit, Ihrem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. "Nehmen Sie von nun an immer Leckerlis mit zum täglichen Spaziergang um das Lernen zu erleichtern." rät Andrea Swift, Geschäftsführerin des Verein Pfotenhilfe.

Obwohl das ständige Ziehen auch für Ihren Hund unangenehm ist, tut er es, weil er aus Erfahrung weiß, dass er damit erreicht, was er will: er kann beispielsweise den gewünschten Ort beschnuppern oder auch einen Spielgefährten begrüßen. Trotzdem lässt sich dieses Verhalten ändern: Bleiben Sie einfach stehen, sobald Ihr Hund an der Leine zieht. Erst wird er weiter ziehen, doch nach kurzer Zeit wird er sich zu Ihnen umdrehen, wofür Sie ihn mit einem Leckerli belohnen. Nun kann der Spaziergang fortgesetzt werden. Alternativ dazu können Sie auch einfach in die andere Richtung losgehen und belohnen, sobald Sie die Aufmerksamkeit des Hundes erhalten. Dann kann in die ursprüngliche Richtung weitergegangen werden.

Bringen Sie Abwechslung in den Hundealltag. Wenn wir Menschen länger geradeaus gehen, denken wir meistens über alle möglichen Dinge nach. Muss ein Hund lange neben uns her gehen, wird ihm schnell langweilig. Das Interesse kann geweckt werden, wenn er über Baumstämme springen, am Wegrand schnuppern oder im Brunnen trinken darf. Dazu Andrea Swift: "Beschäftigen Sie sich während des Spaziergangs intensiv mit Ihrem Liebling, lassen Sie ihn kleine Tricks ausführen und belohnen Sie ihn danach. Der Spaziergang wird aufgelockert und die Aufmerksamkeit wird deutlich erhöht."

Oft wird positives Verhalten als selbstverständlich angesehen, negatives jedoch mit lautem Schimpfen bestraft. Machen Sie es genau umgekehrt! Belohnen Sie den Hund, wenn er brav neben Ihnen läuft, sprechen Sie ihn an, geben Sie ihm Leckerlis. Schweigen Sie, wenn er an der Leine zieht. So lernt er viel leichter und mit sichtbarem Erfolg, was er darf und was nicht.

Der Verein Pfotenhilfe empfiehlt, immer mit Leine Gassi zu gehen. Selbst wenn Sie sicher sind, dass Ihr Hund brav neben Ihnen bleibt, sollten Sie die Leine zum Schutz des Hundes auf der Straße und zur Beruhigung der Mitbürger immer verwenden.

Quelle: OTS / Verein Pfotenhilfe

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