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Mit Arthrose gut durch den Winter

09.12.2015

Heel Vetepedia

Alter Hund im Winter
Moderate aber regelmäßige Bewegung ist auch bei Minusgraden zum empfehlen. Foto: © hunde-zone.at

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Besitzer betagter Hunde graut es oftmals vor der kalten Jahreszeit. Denn sobald die Temperaturen sinken, verlieren ältere Hunde, die unter Arthrose leiden, oftmals die Lust, ins Freie zu gehen und sich zu bewegen – denn für arthrotische Gelenke sind die kalten Wintermonate eine große Herausforderung. Um die Versorgung des Knorpels sicher zu stellen, ist ausreichende Bewegung jedoch unerlässlich.

Kälte kann Schmerzen verstärken

Gerade der Winter kann die Lebensqualität von Hunden mit Arthrose sehr beeinträchtigen: „Nasskaltes Wetter ist ein Trigger für Osteoarthroseschmerz, so die weit verbreitete und unbestrittene Meinung“, sagt Professor Stephan Neumann, Leiter der Kleintierklinik des tierärztlichen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen. Die Kälte kann die Mobilität der Tiere deutlich einschränken und Bewegungsschmerzen verstärken – ein Problem, das im Winter viele Hunde betrifft. Denn unter einer chronischen Gelenkerkrankung, die u.a. durch Überbelastungen oder Verletzungen entstehen kann, leidet Schätzungen zufolge etwa jeder fünfte Hund im Laufe seines Lebens.

Auch jüngere Hunde können betroffen sein

Zwar tritt die unwiderrufliche Zerstörung des Gelenkknorpels häufig als Alterserkrankung auf, jedoch können auch bereits junge Hunde – oftmals bedingt durch genetische Faktoren oder eine Fehlstellung des Bewegungsapparates – an chronischen Gelenkbeschwerden leiden. Diese sind schmerzhaft und stellen für die Tiere eine dauerhafte Belastung dar. Zudem gehen die Schmerzen mit einem, je nach betroffenem Gelenk, teils erheblichen Beweglichkeitsverlust einher.

Bewegung auch bei Minusgraden

Dass sich die Beschwerden bei Nässe und Kälte verschlimmern, können viele Hundehalter bestätigen – wissenschaftlich erklären lässt sich das Phänomen aber bislang nicht. „Hier liegen nur wenige, zum Teil hypothetische Erkenntnisse vor. Vor diesem Hintergrund ein Thema mit viel Potential für Forschung und Therapie.“

Bei kalten Temperaturen aber zuhause im Warmen zu bleiben und Bewegung zu vermeiden, wäre ein Fehler: Werden die Gelenke zu sehr geschont, kann dies eine Versteifung beschleunigen. Wohldosierte Bewegung stärkt zudem die Muskeln, die wiederum die Gelenke entlasten. Daher ist auch bei Minusgraden eine moderate aber regelmäßige, auf den Zustand des Hundes abgestimmte, Bewegung empfehlenswert, um die Vitalität des Vierbeiners zu erhalten.

Weitere Informationen zur Arthrose bei Hunden und einen Online-Test finden Sie auf www.vetepedia.de.

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