Hunderassen

Alaskan Malamute

Hunderasse Alaskan Malamute
Alaskan Malamute, © Foto: Carina Wicke / GNU

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Herkunftsland: USA
Schulterhöhe: 56 – 66 cm
Gewicht: 34 – 43 kg
Alter: 12 - 14 Jahre
Farbe: hellgrau bis schwarz und sable mit oder ohne weiß
Verwendung: Begleithund, Schlittenhund

Der Alaskan Malamute ist der größte Vertreter der vier Schlittenhunderassen (Malamute, Grönlandhund, Siberian Husky und Samojede). Er ist ein ausdauernder, kräftiger Hund, der viel Lebensraum, eine sinnvolle Aufgabe und eine sorgfältige Erziehung benötigt. Für Hunde-Anfänger oder ein Leben in der Stadt ist der dickköpfige Naturbursche nicht geeignet.

Herkunft und Geschichtliches

Der Alaskan Malamute zählt zu den ältesten arktischen Hunderassen und hat seinen eigentlichen Ursprung in Sibirien. Über die Beringstraße gelangten die Vorfahren des Inuitstamms der Mahlemiuten von Sibirien nach Alaska. Aus den mitgebrachten nordischen Hunden entwickelte sich über Jahre der Isolation der "Hund der Mahlemiuten", der Alaskan Malamute.

Diese extrem kraftvollen und ausdauernden Hunde wurden über Jahrhunderte von den Inuits als Jagdhelfer und Lastentiere eingesetzt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie auch im Schlittenhundesport populär. Im Jahr 1926 begann man mit der Reinzucht dieser Rasse. Im Jahr 1935 wurde der Rassestandard offiziell formuliert und durch den American Kennel Club (AKC) anerkannt.

Erscheinungsbild

Der Alaskan Malamute ist der größte und mächtigste Schlittenhund. Sein muskulöser und stämmiger Körper lässt klar erkennen, dass dieser Hund für schwere Lastenarbeit und nicht für den Schlittenhunde-Rennsport gezüchtet worden ist. Im Gegensatz zum Siberian Husky ist der Malamute deutlich schwerer gebaut. Er hat einen breiten Kopf mit einem massiven Fang, der sich vom Ansatz zur Nase hin nur geringfügig verschmälert. Die Augen sind mandelförmig und schräg angesetzt. Im Gegensatz zum Husky hat der Malamute niemals blaue, sondern stets braune Augen. Die dreieckigen Stehohren wirken im Verhältnis zum großen Kopf relativ klein.

Auch das Fell ist beim Alaskan Malamut dicker und dichter, als beim Husky. Es besteht aus rauem, glatten Deckhaar und reichlich Unterwolle. Das Deckhaar variiert, ebenso wie die Unterwolle, in seiner Länge. Es ist relativ kurz bis mittellang an den Körperseiten, während es um Hals und Schultern, den Rücken hinunter, an den Hinterseiten der Oberschenkel und an der buschigen Rute länger ist. Die Rute wird über dem Rücken getragen.

Malamutes können verschiedene Fellfarben - von hellgrau bis schwarz und sable mit oder ohne weiß - haben. Typisch ist eine Kopfzeichnung, die sich wie eine Kappe über den Kopf erstreckt, wobei das Gesicht entweder völlig weiß ist oder einen Strich und/oder eine Maske aufweist.

Charakter und Wesensart

Der Alaskan Malamute hat ein ruhiges, gelassenes Wesen, ist Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen, bindet sich aber nicht besonders stark an eine Person. Er hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, gilt als dominant, durchsetzungsstark und wenig unterordnungsbereit. Sein Schutz- und Wachtrieb ist dagegen nicht besonders entwickelt.

Mit seiner Willensstärke und seiner unbändigen Kraft ist der Malamute kein Hund für Anfänger. Er braucht einen "Rudelführer" mit Sachverstand, Erfahrung, Führungsqualitäten und dem Willen, sich intensiv mit den Hund auseinanderzusetzen. Die Erziehung eines Malamut erfordert viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Konsequenz ohne jegliche Härte. Der eigenständige Malamute wird vom Welpenalter bis ins hohe Alter immer wieder versuchen, seine Grenzen auszuloten und die bestehende Rangordnung zu seinen Gunsten umzuwerfen.

Der Alaskan Malamute ist kein Wohnungs- oder Stadthund. Er braucht viel Lebensraum und den Aufenthalt im Freien. Er sollte unbedingt die Möglichkeit haben, am Schlitten oder Wagen zu arbeiten. Nur bei ausreichender Auslastung durch Arbeit und Beschäftigung in der freien Natur wird aus dem Malamute ein ausgeglichenes, freundliches Familienmitglied.

Das dichte, doppelte Fell ist pflegeleicht, haart aber während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sehr stark.

Videoportrait Alaskan Malamute

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