Hundesport und Hundetraining

Target-Training mit Hunden

Bordercollie mit Target-Stick
Hunde-Training mit einem sogenannten Target-Stick. Foto: trixie

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Clicker-Training ist eine bekannte Methode zum Erziehen von Hunden. Mit Hilfe dieses Trainings lernt der Hund kleinere und größere Tricks einfacher und konzentrierter. Zoo-Trainer konditionieren wilde Tiere schon lang mit der Target-und-Klick-Methode. Die Tiere lernen bestimmte Aktionen auszuführen und das Target das "Ziel" bzw. den Zeigestab  mit der Nase oder der Pfote zu berühren. Bei korrekt ausgeführter Aktion erfolgt das Belohnen mit einem Klick und einem Leckerli. Die im Handel erhältlichen Target-Sticks sind meist ausziehbar. So können auch kleinere Hunde problemlos trainiert werden, ohne dass sich der Halter bei jeder Übung bücken muss. Sie haben eine integrierte Clicker-Taste und ein Target in Form einer Kugel am Ende des Stabs. Das Target-Training kann altersunabhängig eingesetzt werden und eignet sich für alle Hunderassen.

Sekundengenaues Belohnen trainieren

Das Clicker-Training mit dem Target-Stick fordert Hund und Halter gleichermaßen. Am allerwichtigsten beim Clicker-Training ist das richtige Timing. Und das will gelernt sein. Wird im falschen Moment geklickt, erhält der Hund ein falsches Signal und die Übung wird nicht gelingen. Dabei ist zu frühes Klicken ebenso verkehrt wie zu spätes. Auch wenn nur eine kurze Zeitspanne zwischen der korrekten Aktion des Hundes und der Reaktion des Halters, also der Belohnung in Form eines Klicks, liegt, kann der Hund keinen Zusammenhang mehr herstellen. Mehr Informationen zum Clicker-Taining findet man hier.

Damit der Mensch beim Training sekundengenau auf das Verhalten des Hundes reagieren kann, empfiehlt es sich auch das Timing zu trainieren. Dazu eignen sich z.B. einfache Übungen mit einem Tennisball. Hierzu wirft man den Ball auf den Boden und betätigt den Clicker in dem Moment, in dem der Ball den Boden berührt. Diese Übung ist zu zweit einfacher: Eine Person wirft den Ball und die andere betätigt den Clicker. Als nächstes kann man probieren, den Ball in die Luft zu werfen und den Clicker genau dann zu betätigen, wenn der Ball seinen höchsten Punkt erreicht hat.

Erste Trainingseinheiten

Begonnen wird mit ganz einfachen Übungen. Der Hund muss erst lernen, das Target  also die Kugel am Ende des Sticks  mit der Nase zu berühren. Beim Einstieg ins Training wird schon das geringste Interesse am Target belohnt. Neigt z. B. der Hund seinen Kopf aus Neugier in Richtung Target, erfolgt das Belohnen mit Klick und Leckerli. Ist dieser Schritt mehrfach von Erfolg gekrönt, endet das Training für diesen Tag. Am nächsten Tag wird das Erlernte wiederholt. Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, großzügig zu belohnen. Bei einem eher zögerlichen Hund oder einem Welpen ist das Belohnen mit Klick und Leckerli schon bei der Annäherung an den Target-Stick fällig. Hat der Hund erst einmal begriffen, dass es sich für ihn lohnt, das Target mit der Nase zu berühren, hat er also eine positive Verknüpfung hergestellt, dann können die nächsten Trainingsschritte erfolgen.

Aufhören, wenn es am schönsten ist  diese goldene Regel gilt auch beim Hunde-Training. Das Training muss niedrig dosiert sein, und der Hund darf niemals die Lust am Training verlieren. Ein Überfordern des Hundes führt zu Misserfolgen und frustriert Hund und Halter. Kurze Trainingseinheiten von einigen Minuten pro Tag reichen völlig aus. Am nächsten Tag wird das Gelernte wiederholt. Jeder Trainingstag endet mit einer positiven Bestärkung, einer erfolgreich abgeschlossenen Übung mit anschließendem Belohnen. Weniger ist mehr und positives Bestärken ist der Grundsatz der Trainings-Methode. Eine Auswahl an praktischem Trainings-Zubehör bietet z.B. mczoo.de.

Einfache Übungen mit Kommando

In der ersten Trainingsphase ist die exakte Ausführung noch nicht so wichtig. Im nächsten Schritt gibt es den Klick und das Leckerli allerdings nur noch, wenn die Nase die Kugel tatsächlich berührt. In diesem Fall ist wieder das Timing wichtig. Der Klick erfolgt unmittelbar beim Berühren des Target-Sticks, dem Klick folgt das Leckerli. Im nächsten Schritt kann man den Target-Stick etwas weiter weg halten. Bewegt sich der Hund zum Target und berührt die Kugel mit der Nase, wird geklickt. Klappt dieses Training nach mehreren Wiederholungen, kann man sich weiteren Übungen zuwenden.

Kennt der Hund den Befehl "Sitz", soll er sich jetzt setzen und mit der Nase das Target berühren. Das Aussprechen des Befehls und das Bewegen des Sticks über den Kopf des Hundes müssen zeitgleich stattfinden. Sitzt der Hund, fährt man den Target-Stick etwas tiefer, so dass der Hund ihn gut erreichen kann. Folgt der Kopf dem Target und berührt die Nase die Kugel, wird sofort geklickt und anschließend mit Leckerli belohnt. Eine neue Übung muss natürlich etliche Male wiederholt werden, ehe der Hund die Übung mit dem Kommando verknüpft und ohne Clicker oder Target-Stick ausführen kann. Wichtig ist es, sich bei jeder neuen Übung bei jedem neuen Trick kleine Zwischenziele zu setzen. So lernt der Hund auf spielerische Weise und die Beziehung zwischen Mensch und Tier wird vertieft.

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