Unterwegs und auf Urlaub im dem Hund

Tipps für die Anschaffung eines Hundefahrradanhängers

von Gerald Bacher

Hundefahrradanhänger
Ein Radanhänger ist ideal für Hunde, die schon etwas älter bzw. schwächer zu Fuß sind. Foto: Pixabay

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Hunde brauchen Auslauf und sportliche Hundebesitzer lieben es sich in der Natur zu bewegen. Was liegt also näher, als gemeinsame Ausflüge zu unternehmen? Immer mehr begeisterte Fahrradfahrer legen sich dafür Hundeanhänger zu, aber für wen lohnt sich eigentlich die Anschaffung und was muss beim Kauf beachtet werden? Im folgenden Artikel gibt es dazu wertvolle Tipps und Informationen.

Tipp 1: Die eigene Motivation überdenken

Fahrradanhänger sind im Prinzip für alle Hundebesitzer, die gerne sowie regelmäßig längere Strecken mit dem Fahrrad unterwegs sind und das Fahrerlebnis mit ihrem tierischen Freund teilen möchten, eine gute Idee. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Anhänger inklusive Hund einiges an zusätzlichem Gewicht mit sich bringt.

Überlegen Sie sich daher gut ob Ihre Kraft, Kondition und Ausdauer auch für Ausflüge mit Hund und Anhänger ausreichen. Schließlich sollte sich die nicht ganz billige Anschaffung (durchschnittlich zwischen 200 und 300 Euro für hochwertige Modelle) auch wirklich auszahlen.

Tipp 2: Für diese Hunde ist ein Anhänger sinnvoll

Nicht jeder Hund braucht einen Fahrradanhänger: Gesunde und aktive Hunde lieben es sich zu bewegen und abhängig von ihrer Größe und konditionellen Verfassung, kürzere oder etwas längere Strecken neben dem Rad herzulaufen.

Es gibt aber auch Routen, welche auch für gesunde und trainierte Hunde grundsätzlich zu lange oder zu anstrengend sind. Zudem kommen die Vierbeiner bei hohen Temperaturen im Sommer sehr viel schneller an ihre konditionellen Grenzen. Die Hundefahrradanhänger bieten eine gute Möglichkeit die eigene sportliche Aktivität auszuüben ohne den Hund dabei zu überfordern.

In besonderer Weise gilt dies für Besitzer von Welpen: Bis zum Abschluss der Wachstumsphase ist das mitlaufen am Rad für sie äußerst schädlich und sollte daher unbedingt vermieden werden (Breitensport oder Turnierhundsport). Hundeanhänger eignen sich vor allem aber auch für Ausflüge mit kleineren, älteren oder kränklichen Hunden. Viele Hunde leiden mit den Jahren unter Gelenkserkrankungen (z.B. Arthrose) oder Hüftproblemen, welche zur Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit führen.

In all diesen Fällen sorgen Ausflüge mit dem Fahrradanhänger für mehr Abwechslung und Freizeitvergnügen – sowohl für die Besitzer als auch für ihre tierischen Freunde. Die Hunde können im Anhänger Pausen machen oder die gesamte Fahrt bequem genießen.

Tipp 3: So gewöhne ich meinen Hund an den Fahrradanhänger

Die wenigsten Hunde setzen sich gleich neugierig und ohne Widerwillen in das neue Fahrgefährt. Es kommt daher besonders darauf an, den Hund mit sehr viel Feingefühl und Geduld schrittweise an den Anhänger zu gewöhnen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, den Anhänger zunächst einfach nur im gewohnten Umfeld des Hundes stehen zu lassen. Der Hund bekommt dadurch die Möglichkeit ihn langsam zu erkunden und zu beschnuppern.

Anschließend kann mit kleinen Tricks und Belohnungen das Einsteigen in den Anhänger spielerisch geübt werden. Lieblingsspielsachen oder gewohnte Decken im Anhänger erleichtern die Eingewöhnungsphase. Ziel der Übungen ist es, dass der Hund gerne und freiwillig in den Anhänger steigt und dort auch bleibt.

Erst wenn der Hund entspannt und ruhig im stehenden Anhänger sitzt, ist es an der Zeit den Anhänger behutsam zu bewegen. Schieben Sie zunächst das Fahrrad langsam und beobachten Sie dabei das Verhalten des Hundes: Falls der Hund zittert oder ängstlich wirkt, die Bewegung am besten gleich stoppen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen.

Klappt alles gut können die ersten kurzen Fahrversuche – am besten in gewohnter und ruhiger Umgebung - gestartet werden. Pausen und Belohnungen zwischen den Fahrphasen sind unbedingt notwendig, damit der Hund positive Assoziationen zum neuen Fahrerlebnis herstellen kann.

Gefühle wie Eile oder Ungeduld übertragen sich vom Menschen auf das Tier und wirken sich daher sehr ungünstig auf das Verhalten des Hundes aus. Geben Sie dem Hund daher die Zeit, die er braucht: Egal ob es drei Stunden, drei Wochen oder drei Monate sind.

Pudelwohl kann sich Ihr tierischer Freund natürlich nur dann fühlen, wenn der Anhänger auch qualitativ hochwertig und bequem ist. Wichtig ist es vor dem Kauf auch konkret zu überlegen, welche Straßen man befahren möchte, um den Anhänger bestmöglich auf die Anforderungen abzustimmen.

Tipp 4: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Folgende Checkliste hilft bei der Auswahl des richtigen Anhängers...

  • Einfache Handhabung: Unkomplizierter Auf- und Abbau
  • Angepasste Größe: Der Hund muss ausreichend Platz zum Sitzen und bequemen Liegen haben
  • Sichere Befestigungsmöglichkeit mit einer Kupplung an der Hinterachse des Fahrrads
  • Luftdurchlässiges und strapazierfähiges Material
  • Rutschfeste und gepolsterte Bodeneinlage sowie integrierte Hundeleine
  • Insektengitter, Wind- und Regenschutz sorgen für mehr Fahrkomfort
  • Bei der Befahrung von Schotterstraßen ist eine gute Federung am Anhänger unbedingt notwendig
  • Reflektoren am Anhänger erhöhen die Verkehrssicherheit

Also: Auf die Räder, fertig, los! Mit gutem Training und dem richtigen Hundeanhänger steht dem gemeinsamen Fahrvergnügen nichts mehr im Weg.

Gerald Bacher Gerald Bacher ist Hundefreund und Fahrrad-Freak zugleich. Seine Freizeit verbringt er am liebsten am Fahrrad auf und um den Bergen in Salzburg und Tirol. Außerdem ist er begeisterter Blogger, liebt das Schreiben und widmet einen Großteil seiner Freizeit seiner Website für Fahrradanhänger Zweiradkraft.com.

Eine große Auswahl an Fahrradanhängern für Hunde finden Sie im Online-Handel.

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