Unterwegs und auf Urlaub im dem Hund

Zug fahren mit Hund

Hund am Bahnhof, © Foto: Schanz / IVH
Warten auf den Zug, © Foto: Schanz / IVH

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Zug fahren mit Hund ist eine abwechslungsreiche Alternative zum Auto, sofern der Hundehalter seinen Vierbeiner rechtzeitig auf die ungewohnte Situation vorbereitet. Mit ein paar Trainingseinheiten lässt sich der mitreisende Hund aber leicht an die neue Verkehrssituation heranführen.

Trainingsstunden am Bahnhof

„Bei einem Restaurantbesuch gewöhnt sich ein Hund im Nu an fremde Menschen und Hektik“, so Anton Fichtlmeier Hundetrainer und Autor von Hunde-Ratgebern. Eine Zugfahrt ist aber für viele Hunde eine völlig neue Situation. Bevor man daher eine längere Bahnreise macht, kann es helfen, den Hund bereits im Vorfeld an die Bahnhofsumgebung und die Geräusche und Gerüche des Bahnverkehrs zu gewöhnen. So emfpiehlt sich z.B. einfach einmal in aller Ruhe die Tageszeitung auf einem Bahnsteig zu lesen und abzuwarten, bis sich auch der Hund in der Umgebung entspannt hat. Mit dem Lieblingskauartikel oder einigen Leckerlis kann man dem Vierbeiner die Trainingseinheiten versüßen. Hat sich der Hund einmal an den Lärm, die vielen Menschen und die Atmosphäre am Bahnhof gewöhnt, ist er auch bereit für die erste kürzere Bahnfahrt.

Vor dem Fahrtantritt

Wenn Sie eine längere Bahnfahrt planen, ist es ratsam, den Hund unittelbar vor der Fahrt ordentlich auszupowern. Eine kleinere Radtour oder eine längere Einheit ‚Stöckchen holen‘ ist genau das richtige, damit der vierbeinige Reisebegleiter wenigstens einen Teil der Zugfahrt in Ruhe schlafen kann. Auch sollte sich der Hund vor Fahrtantritt nach Möglichkeit ausreichend entleert haben. Damit er nicht während der Zugfahrt muss, lässt man die Mahlzeit vor Reiseantritt besser ausfallen.

Pausen einplanen

Bei einer längeren Bahnfahrt plant man am besten Pausen ein, z.B. beim Umsteigen, damit der Hund zwischendurch auch einmal Gassi gehen kann. Auch sollte jeder längere Stationsaufenthalt dazu genutzt werden, den Zug zu verlassen und eine kleine Gassi-Runde am Bahnsteig zu drehen. Etwas Bewegung tut Zweibeiner wie Vierbeiner gut.

Ticket-Preise und Transportbedinungen

Um sicher zu gehen, dass alle vierbeinigen Mitreisenden das richtige Ticket haben, sollten sich Hundehalter vor Antritt der Fahrt über Preise und Bedingungen der Bahn informieren. Bei der Deutschen Bahn und der ÖBB fahren kleinere Hunde, die in einen Transportbehälter passen, kostenlos mit. Ein größerer Hund zahlt einen (meist reduzierten) Fahrpreis, muss aber an der Leine geführt werden und aus Sicherheitsgründen einen Maulkorb tragen. Ausgenommen sind Assistenz- bzw. Behindertenhunde; Bei entsprechender Eintragung in den Behindertenpass werden diese unentgeltlich befördert.

Ruheplätzchen einrichten

Mit ein bisschen Geduld und ein paar Übungsstunden gewöhnt sich auch jeder Hund schnell an das Tragen von Maulkorb und Leine. Anton Fichtlmeier empfiehlt, den Hund nach einem Gassi-Gang angeleint und mit dem Maulkorb auf eine Decke zu legen. „Die Decke bekommt für den Hund die Bedeutung, sich jetzt ruhig zu verhalten und sollte dem Hund daher bei einer Zugfahrt als Schlafplatz dienen“, so Fichtlmeier. Der Experte empfiehlt Reisenden, sich einen Fensterplatz auszusuchen, so werden weder Hund noch vorbeigehende Reisende behindert. Einer entspannten Zugfahrt mit dem geliebten vierbeinigen Reisegefährten sollte dann nichts mehr im Wege stehen.

Weitere Infos finden Sie unter: Tipps für die Reise mit Hund bei holidayinsider.com

Quelle: IVH

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